24. Juli 2020

Wahlprogramm Beuel

Programm der Beueler Freidemokraten zur Wahl der Bezirksvertretung:

Beuel besser im ÖPNV und mit Radwegen anbinden

Alle, die von und durch Beuel auf die Bonner Rheinseite oder in den Rhein-Sieg-Kreis fahren, müssen eine bessere Anbindung im ÖPNV und mit Radwegen haben. Wir fordern, dass das bestehende Verkehrskonzepte überprüft und optimiert wird. Die Erhöhung der Taktung und der Anzahl der Bahnen im ÖPNV, vor allem zu Stoßzeiten, sind Antworten auf die Zunahme der Pendler, die in Zukunft auch durch die S13 vermehrt nach und durch Beuel kommen. Dabei soll auch die Verbindung und der Umstieg zwischen Fahrrad und ÖPNV verstärkt beachtet werden, beispielsweise durch Fahrradständer oder Leihrad-Stationen.

Nahverkehr in Beuel groß denken – Linie 66 beschleunigen

Zur Reduktion der Staus auf der Sankt Augustiner Straße und zur schnelleren Erreichbarkeit des Siegburger Bahnhofs, soll eine unterirdische Führung der Straßenbahn Linie 66 auf der Beueler Strecke zwischen Adelheidisstraße und Konrad-Adenauer-Platz geprüft werden. Der dann freiwerdende Platz auf der Sankt-Augustiner-Straße soll zu einer Verlegung eines breiten und geschützten Fahrradweges auf der Straße genutzt werden. Der Bürgersteig auf der Höhe des Alten Friedhofs soll verbreitert werden.

Verkehrsfluss gewährleisten

Ein flüssiger und unterbrechungsfreier Verkehrsfluss auf den Beueler Hauptverkehrsstraßen muss weiter gewährleistet werden und dies möglichst ohne Beschränkung. An Einzelstellen kann nach Prüfung eine Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer sinnvoll sein. An Gefahrenstellen kann eine Tempobeschränkung sinnvoll sein. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Königswinterer Straße soll die Errichtung einer Vollampelanlage bei der Kreuzung Auf dem Grent geprüft werden.

Radverkehr auf der Kennedybrücke beschleunigen und Fußgänger schützen

Die Kennedybrücke wird von vielen Radfahrern und Fußgängern zur schnellen Überquerung des Rheins in die Bonner Innenstadt genutzt. Die Ladezone auf der Seite des Brückenforums mit der resultierenden Verengung des Radwegs führen zu einer erheblichen Einschränkung und Gefährdung der Radfahrer und Fußgänger. An der Abzweigung in die Hermannstraße kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen für alle Verkehrsteilnehmer und Rückstaus auf der Kennedybrücke. Die FDP Beuel fordert hierfür ein Konzept, um die Gefahrenstellen für den Redverkehr und die Fußgänger zu reduzieren und eine sichere und unterbrechungsfreie Überquerung der Kennedybrücke zu ermöglichen.

Beueler Bahnhof neu gestalten

Im Zuge der Weiterführung der S13 bis Beuel wird der Bahnhof neugestaltet. Die Deutsche Bahn muss einen barrierefreien Zugang zu allen Bahnsteigen ermöglichen. Eine Modernisierung und Vergrößerung der Fußgänger- und Fahrrad-Unterführung zur Königswinterer Straße muss ebenso erfolgen. Die Unterführung der DB von Gleis 1 auf Gleis 2 soll bis zur Königswinterer Straße weitergeführt werden. In diesem Zuge soll auch das rückwärtige Bahnhofsgelände besser erschlossen und entwickelt werden. Der Bahnhofsvorplatz und die Bushaltestelle sollen neu, barrierefrei und freundlicher gestaltet werden. Insbesondere müssen die Haltebuchten der Busse so gelegt werden das eine Behinderung des fließenden Verkehrs nicht mehr stattfindet und Busse und Bahnen möglichst an derselben Stelle halten.

Lokales Handwerk weiter stärken und aufbauen

Junge Menschen verlieren das Interesse an einer handwerklichen Ausbildung und den anschließenden Schritt in die Selbstständigkeit. Daher fordern die Freien Demokraten ein handwerkliches Gründerzentrum in Beuel. In diesem Gründerzentrum finden angehende Handwerker genügend Platz um sich ihre Selbstständigkeit aufzubauen. „Bürokratie-Lotsen“ helfen bei der Gründung und unterstützen die Handwerkerinnen und Handwerker dabei, ihr eigenes Bürowesen aufzubauen.

Weiterentwicklung Gelände der Theater Werkstätten in Beuel für kreatives Handwerk

Die FDP Beuel setzt sich für die Entwicklung des Bereichs der Halle Beuel in ein Zentrum für Kultur, Kreativwirtschaft und innovatives Handwerk ein. Neben dem Theater Bonn mit seinen vielfältigen Werkstätten, dem inzwischen bestens etablierten Pantheon lassen sich auf dem weitläufigen Gelände noch vielfältige andere Nutzungen unterbringen. Neuen Formen der Kreativwirtschaft und Handwerker-Start-Ups kann hier ein passendes Angebot vorgeschlagen werden

Gewerbegebiet Beuel Ost erhalten und stärken

Das Gewerbegebiet Beuel Ost soll weiterhin für Industrie und produzierendes Gewerbe sowie Handwerk erhalten bleiben. Eine andere Nutzung als zu diesem Zwecke wird abgelehnt. Zur Entwicklung muss eine bessere Strukturierung durchgeführt werden und die Bonner Wirtschaftsförderung soll dabei helfen, die noch bestehenden Brachflächen zu vermarkten.

Für ein sicheres Beuel

Eine bessere Zusammenarbeit der Stadt, des Ordnungsdienstes und der Polizei werden gefordert. Die Polizei soll in den von Einbrüchen betroffenen Ortsteilen eine höhere Präsenz zeigen. In Beuel Zentrum und am Beueler Rheinufer soll der Ordnungsdienst ebenfalls eine erhöhte Präsenz zeigen. Die bewährten Kontrollfahrten am Abend und am Wochenende in der Rheinaue in den Sommermonaten sollen beibehalten werden.

Rheinaue

Die Rheinaue und das Rheinufer sind ein beliebtes Naherholungsgebiet für Jung und Alt. Die bestehenden Fuß- und Radwege sollen nachts besser beleuchtet werden. Die schon bestehenden Grillplätze am Rheinufer sollen erweitert werden und auch im Bereich des Oberkasseler Rheinufers sollen Grillplätze entstehen. In den Sommermonaten sollen mehr Mülltonnen aufgestellt und auch am Wochenende geleert werden.

Erholung und Freizeit an Rhein, Sieg und im Ennert

In der Siegaue und im Ennert sollen Naherholung und Sport möglich sein. Daher treten wir für Fahrradwege, Spazierwege und Sportmöglichkeiten ein, die sich in das landschaftliche Bild einfügen und die ökologisch wertvollen Gebiete erhalten.

Rund um den Beueler Sport

Wir fordern eine Verbesserung des Zustands der Beueler Sportstätten für den Vereins- und Schulsport. Einrichtungen und sanitäre Anlagen müssen in einen zeitgemäßen Zustand gebracht werden. Die Sportstätten und das sportliche Angebot sollen die Belange älterer Menschen besser berücksichtigen. Es sollen weitere Flächen für den nicht-organisierten Sport ausgewiesen werden.

Kultur in Beuel, der Sonnenseite Bonns

Beuel muss stärker im städtischen Kulturprogramm etabliert werden. Das Beueler Rheinufer bietet beispielsweise mit dem Amphitheater und seiner Promenade reichlich Platz für Konzerte und Kulturveranstaltungen. Wir fordern, dass Konzerte (z.B. die Konzerte am Alten Zoll) nicht nur auf der Bonner Seite, sondern auch in Beuel stattfinden.

Städtepartnerschaft mit Mirecourt

Die bestehende Städtepartnerschaft mit Mirecourt soll gestärkt und weiter ausgebaut werden. Es sollen alle Vereine und Aktivitäten zur Intensivierung der Städtepartnerschaft gefördert werden und bisherige Initiativen weiter unterstützt werden.